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Neue Prüfung für Freizeitpferde vom Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg

Materialprüfung für Freizeitpferde, Der Test auf vielseitige Veranlagung

Pressemitteilung - 03.07.2008: Wenn Freizeitpferde sowohl beim Ritt im Gelände als auch beim Training auf dem Dressurviereck oder bei einem kleinen Sprung überzeugen, dann sind sie für ihren Reiter buchstäblich „Gold wert“. Die vielseitige Veranlagung von Freizeitpferden im Alter zwischen vier und sieben Jahren wird am Sonntag, 17. August, erstmalig als „Materialprüfung für Freizeitpferde“, im Rahmen des Landesturniers in Bad Segeberg überprüft.

Die Idee stammt aus Rheinland-Pfalz. Das Projekt wird dort am selben Wochenende Premiere feiern. Die Materialprüfung für Freizeitpferde ist rasseoffen, unabhängig von Turniererfolgen und erfordert keine Qualifikationen. Dr. Elisabeth Jensen, Geschäftsführerin und Zuchtleiterin des Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg, sieht hierin den besonderen Reiz: „Die Prüfung ist nicht für Sportponys“, erklärt sie und berichtet, dass es bereits recht gute Resonanz unterschiedlicher Reiter und Rassegruppen gegeben habe, so von Fjordpferden, Arabern und Holsteinern.

Auch wenn die Prüfung vor allem das Pferd beziehungsweise Pony in den Mittelpunkt stellt, sieht Jensen verschiedene Interpretations-Möglichkeiten, denn: „mit der Prüfung können sowohl Züchter als auch Reiter angesprochen werden.“ Schließlich könnten die erzielten Noten den Ausbilder des Pferdes bestätigen, dem Züchter als Verkaufsargument dienen oder auch die Nachzucht-Qualität eines Vererbers dokumentieren.

Da die vielseitige Eignung der angetretenen Pferde möglichst umfassend überprüft werden soll, müssen fünf Teilprüfungen gemeistert werden, die von zwei Richtern bewertet werden. Der erste Teil ist eine Gangarten-Prüfung, im zweiten folgt eine Einzelaufgabe im Dressurviereck und daran schließt der Fremdreitertest an. Hierbei werden Noten für Rittigkeit und Temperament vergeben. Es folgt ein Geländeritt in Vierergruppen in allen drei Grundgangarten mit wechselnder Tété, wobei drei Sprünge (bis 60 Zentimeter) und eine Wasserdurchquerung zu bewältigen sind. Als letztes müssen die Vierbeiner bei einer Gehorsamaufgabe noch einmal ins Gelände, bevor sie abschließend unter anderem im Labyrinth, am Flattervorhand und beim Stillstehen beweisen können, dass sie Nerven haben und mitarbeiten.

Die Gesamtendnote setzt sich aus vier Teilnoten der Merkmalskomplexe Rittigkeit, Gangarten, Geländeeignung und Interieur zusammen.

Reiter, die ihre Pferde vorstellen möchten, müssen mindestens zwölf Jahre alt sein oder einen Befähigungsnachweis (Reiterpass oder Reitabzeichen Klasse IV) erbringen. Die Ausrüstung von Pferd und Reiter unterliegt der WBO.

jem


Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem Online-Magazin Pferdekurier und ist dort unter der URL www.pferdekurier.de/artikel--lesen--279.html veröffentlicht.

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